Trumps Wahlsieg

Amerika ist die letzte Großmacht der Welt, durch die Wahl Donald Trumps haben sie gezeigt, das sie diesem Titel nicht mehr gerecht werden. Wer eine Weltmacht sein möchte, kann es sich nicht erlauben, derart den niederen und egoistischen Instinkten einer „Amerika First“ Kampagne zu folgen und einen rassistisch-sexistischen Populisten wählen. Jemanden der den Klimawandel für einen Schwindel hält, die Verbreitung von Atomwaffen zur Stabilisierung der Welt vorschlägt, mit Diktatoren wie Putin liebäugelt und das NATO-Bündnis aufweichen will.

Hätte Hillary Clinton gewonnen, hätte ich an dieser Stelle eine Lobeshymne über die Freizügigkeit und Diversität der amerikanischen Kultur, über die Bezwingung der Nazis und dem Wiederaufbau Deutschlands durch den Marshallplan oder Kennedys souveränem Umgang mit den Soviets während der Kubakrise, gehalten.

Stattdessen verweise ich jetzt auf die Massaker in Vietnam, die Illegitimität des zweiten Golfkriegs und den Schuldanteil an Wirtschaftskrise und Klimawandel.

Die USA sind seit George Bush nicht mehr die moralisch integere Supermacht, die für Sicherheit und Stabilität in der Welt sorgt, sondern zu einer Bedrohung für diese geworden ist.

Europa ist nun der Träger der westlichen Werte, welche wir einst von den Amerikanern erlernt haben. Wir sind nun, zumindest für die nächsten 4 Jahre, die Repräsentanten der freien Welt. Und müssen alles daran setzen, das die mit Trump wesensgleichen Reaktionären unserer Gesellschaften, in Form einer Marine Le Pen, einem Nigel Farage, einem Geert Wilders, einem Viktor Orban, einem Jaroslaw Kaczynski, einem Norbert Hofer und einer Frauke Petry daran gehindert werden, den Fortschritt zurückzudrehen, um uns wieder in die überholten Konzepte von König Gott und Vaterland zu zwängen.

Präsidentschafts-Wahltag

Ich dachte, ich eröffne mal meinen Blog am Tag der Präsidentschaftswahl der USA 2016 mit einigen Worten zu den Kandidaten und großen Hoffnungen auf eine Präsidentschaft von Hillary Clinton.

Es ist toll, das eine Frau zur Wahl steht, ich wünschte nur, es wäre irgendeine andere als Hillary Clinton, die ich als Todesstrafen befürwortende graue Eminenz der amerikanischen Elite vor Augen habe. So bleibt es eine Wahl zwischen Pest und Cholera. Da für Jeden mit gesundem Menschenverstand allerdings der Grundsatz gilt: “Alles nur nicht Trump“, bin auch ich ein glühender Anhänger des geringeren Übels alias Hillary Clinton. Auch wenn Sie Bernie Sanders, den wohl besten Kandidaten auf dem Gewissen hat.

Die Anhänger Trumps jedenfalls, betrachte ich als Karikaturen menschlicher Wesen. Auch nach dessen wohl kommender Niederlage, bin ich zutiefst enttäuscht vom amerikanischen Volk, das so Jemand überhaupt als Kandidat für ein derartiges Amt erwählt wurde.