G20 Gipfel

Die Austragung des G20 Gipfel in Hamburg verlief genau so, wie ich und jeder andere Mensch der 1&1 zusammenzählen kann, erwartet hat. Ich fand die Gewaltexzesse der Linksextremen jedenfalls beschämend, sofern sie nach künftigen Ermittlungen tatsächlich diesen zuzuordnen ist. Polizisten zu attackieren, kleine Läden zu verwüssten und bürgerliche Kleinwagen anzuzünden, hat für mich nichts mit linken Inhalten zu tun. Es legt auch den Schluss nahe, das es sich bei dem harten Kern der Gewalttäter um unpolitische Hooligans handelt, die von auswärts als Krawalltouristen angereist sind, sowie aus erlebnisorientierten Jugendlichen, ebenfalls ohne politischem Szene Hintergrund und Linksradikale Hardliner die aus Südeuropa angereist kamen. Dafür spricht auch, das linksautonome Hamburger, normalerweise nicht ihre eigenen Viertel zerlegen. Den auch diese Leuten, mögen sie eventuell auch etwas schmuddelig auftreten, kacken niemals dort, wo sie essen. Ich will Linke gewallt nicht verharmlosen, ich denke schon, das aus der Linken-Szene eine gewisse Form von Gewaltbereitschaft hervorgeht und das die Beschädigung von High Society Läden und Luxus Karossen, wie auch handfeste Auseinandersetzungen mit der Polizei oder Andersdenkenden, zu deren Betätigungsfeld gehört. Sofern der G20 Gipfel jetzt aber nicht eine neue Dimension linker Gewallt einläutet, halte ich es für voreilig Linksextremismus mit Rechtsextremismus gleichzustellen. Das wäre ebenso ungerechtfertigt, als würde man Rechtsextremismus mit dem Gefahrenpotenzial des Islamismus gleichstellen. Meiner Auffassung nach, besteht Islamismus überwiegend aus Terrorismus mit der konkreten Absicht Personen zu töten; Rechtsextremismus aus Gewaltanwendung, Drohung und Erniedrigung gegenüber Personen, um diese einzuschüchtern und zu vertreiben und Linksextremismus aus Vandalismus, zivilem Ungehorsam und Sabotageaktionen. Ich denke, das es noch einen Meilenweiten unterschied zwischen Extremisten des linken Spektrums gibt, die dadurch auffallen, das sie überwiegend Häuser besetzen, Randalieren und den Zugbetrieb der Deutschen Bahn oder unsoziale Bauprojekte sabotieren und Extremisten des rechten Spektrums, die bewohnte Flüchtlingsunterkünfte anzünden oder auf Ausländerjagd durch die Straßen ziehen. Hinzu kommt, das es im Vergleich zum Rechtsterrorismus wie den NSU Morden, keinen linksterroristischen Gegenpart gibt. Den Linksextremismus zu bekämpfen ist sinnvoll, ihn nun aber gegenüber Rechtsextremismus aufzurunden, ist eine gefährliche Verharmlosung der radikalen Rechten.

Schuld für das Debakel in Hamburg, gebe ich aber weder den Radikalen mit ihrem Gewaltfetisch, noch übermotivierten oder inkompetenten Sicherheitsbeamten, die zur Eskalation beigetragen haben, sondern jenen Politikern, die es für clever erachtet haben, die mitunter größten Elite Arschlöcher der Welt, in eine Hochburg der Linksautonomen-Szene einzuladen, nur damit man ihnen unsere schöne neue Elbphilharmonie präsentieren kann und ohnehin zu keinem politischem Ergebnis kommt. Man hält ja schließlich auch keinen Integrationsgipfel in Bautzen ab. Faktisch haben die angreisten Radikalen, im Gegensatz zu den angereisten G20 Teilnehmern, ihre Zielsetzung verwirklicht, indem sie die positive Publicity für die Herrscher der Welt, welche diese als kompetente und zivilisierte Führung gepriesen hätte, durch Bilder von Chaos und Zerstörung überlagert haben. Ich denke Politiker wie Scholz und Merkel haben theoretisch recht, das es keine No-Go Area’s für die Staatenlenker der G20 geben darf und das es möglich sein muss, eine derartige Veranstaltung überall in Deutschland ausrichten zu können. Und ja, man konnte den G20 Gipfel in Hamburg veranstalten. Die Antwort auf die Frage, ob es aber Sinnvoll war, ist ein klares Nein. Es ist eine Zumutung gegenüber den Hamburgern, die sich ihre Stadt nun mühsam von den Chaoten, der Polizei und den Politikern zurückerobern mussten.

BTW:
Sofern sich die ersten Einschätzungen in folgenden Ermittlungen bestätigen, das es sich bei den Gewalttätern größtenteils um südeuropäische und teils auch französische Links-Radikale handelte, sehe ich keine Veranlassung, ein hamburger Wahrzeichen wie die Rote Flora zu schließen.